Rund 2.300 politisch selbstständige Gemeinden gibt es in Rheinland-Pfalz. Vor allem in den ländlichen Regionen unseres Bundeslandes bieten eine vielfältige Kulturlandschaft und die beinahe uneingeschränkte Möglichkeit der Naturnutzung zum Zwecke der Erholung ein bislang kaum genutztes Potenzial, sanften Tourismus im Sinne der Erziehung zu nachhaltiger Bildung zu etablieren.

Wir - Reiter, PR-Fachleute, Städteplaner, Jäger und Naturführer  - Mitglieder der Initiative Grenzland-Reiter e.V., sind davon überzeugt, dass Natur und Umwelt (nicht nur) in Rheinland-Pfalz eine Chance bieten, eine nachhaltige touristische Entwicklung vor allem in den Regionen zu betreiben, die sich bislang ausgeschlossen sahen von weinseliger Burgen-Romantik und Massen-Tourismus. Der Weg zum Ziel führt über das Medium „Pferd“.

Hätten Sie gedacht, dass es in Rheinland-Pfalz rund 25.000 Pferde gibt? Marktforscher rechnen, dass je vier Pferde einen Arbeitsplatz sichern. Es gibt über 3.500 Pferdehalter im Land und das Landwirtschaftsministerium in Mainz rät seit langem, „in den Bereichen neue Angebote bereit zu stellen, die in Rheinland-Pfalz besonders attraktiv sind.“ Aus diesem Grund hat die Initiative Grenzland-Reiter e.V. im April 2008 erstmals einen landesweiten Wettbewerb um den Titel einer „Reiterfreundlichen Gemeinde in Rheinland-Pfalz“ ausgeschrieben.

Angeschrieben haben wir die Tourismus-Verantwortlichen der Städte, Orts- und Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz. Zu gewinnen gab es eine professionelle Analyse der naturverträglichen, touristischen Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Siegergemeinde. Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang Ingrid Schwarz und Dieter Wild, Geschäftsführer der Kaiserslauterer WSW & Partner GmbH,  deren ehrenamtlicher Arbeit wir die umfassende Studie der vorhandener Infrastruktur und deren Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne eines sanften Tourismus in unserer Sieger-Gemeinde zu danken haben. Professionelle PR-Beratung und flankierende Medienarbeit durch die Redaktion von  Cornelius Bischoff (Das Textbüro - Gute Worte von A bis Z.) runden das Gesamtpaket der Maßnahmen ab, die wir der Siegergemeinde des ersten Durchganges unseres Wettbewerbs zur Verfügung gestellt haben.

Unter allen Teilnehmern ausgezeichnet hat sich die Siegergemeinde vor allem durch ein nachgewiesen harmonisches Miteinander der kommunalen Verwaltung mit dem Betreiber der örtlichen Reitanlage, zwischen Reitern, Bauern, Jagdpächtern und Landbesitzern in der Region.

An dieser Stelle gratulieren wir noch einmal der Gemeinde

Reckenthal (Montabaur, Westerwald)

der Ortsvorsteherin Christine Kraus, Herrn Stadtbürgermeister Klaus Mies, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur, Edmund Schaaf und dem Gründer und Leiter der Deutschen Wanderreiter Akademie, Herbert Fischer, sehr herzlich zu der verdienten Auszeichnung als erste reiterfreundliche Gemeinde in Rheinland-Pfalz.

Da die Vorbereitung des Wettbewerbs und die professionelle Begleitung der Siegergemeinde mit erheblichem Aufwand verbunden ist, der bislang ehrenamtlich durch die genannten Mitglieder der Initiative Grenzland-Reiter e.V. geleistet wird, planen wir eine Wiederholung des Wettbewerbes im Abstand von jeweils drei Jahren.

Gemeinden und Städte aus Rheinland-Pfalz, die sich für eine Teilnahme an dem Wettbewerb 2012 qualifizieren möchten, finden die Teilnahmeunterlagen in unserem Download-Bereich unter dem Navigationspunkt “Auf einen Blick”. Pressemeldungen und Artikel, die im Zusammenhang mit der Ausschreibung 2008/2009 stehen, bieten das Textarchiv und eine Internet-Recherche nach den einschlägigen Stichworten.