Reitergemeinde Rheinland-Pfalz: Stadt Wolfstein unterstützt private Qualitäts-Offensive in Sachen Natur- und Reitertourismus

Als erste Kommune in Rheinland-Pfalz hat sich die Stadt Wolfstein bei Kusel um den Titel der reiterfreundlichsten Gemeinde im Land beworben. Bürgermeister Gerhard Kirch ist sicher, dass „die kleine Stadt im Königsland“ gute Chancen hat, einen vorderen Platz bei dem Wettbewerb zu belegen, den die Initiative Grenzlandreiter aus Völkersweiler bei Landau organisiert hat. „Wolfstein erfüllt“, sagt Bürgermeister Kirch, alle Voraussetzungen, die die Grenzlandreiter an die Teilnahme des landesweit ausgeschriebenen Wettbewerbes geknüpft haben. Die Stadt verfügt nicht nur über ein ansehnliches Netz Natur belassener Wirtschaftswege. (Reitert)-Touristen locken auch zwei stattliche Burgruinen und diverse Naturdenkmäler, die in einem Umkreis von 15 Kilometer um den Ortskern verteilt liegen und fern touristischer Ballungsangebote von Naturfreunden zu Pferd erschlossen werden können. Als besonderen Trumpf schicken die Wolfsteiner das Gestüt des Christlichen Jugenddorf-Werkes (CJD) ins Rennen. Der Pferde-Zuchtbetrieb ist eine anerkannte Ausbildungsstätte für Pferdewirte mit den Schwerpunkten Zucht und Haltung, bzw. Reiten und bietet unter anderem Jugendlichen mit Lernbehinderungen die Chance, einen qualifizierten Beruf zu erlernen. Gerhard Kirch: „Das Gestüt genießt bei den Wolfsteinern einen großen Rückhalt und hat einen guten Ruf, was Serviceorientierung und den Umgang mit Tier und Natur angeht.“

Dass nachhaltiges Wirtschaften und das Bekenntnis zu aktivem Tier- und Naturschutz mit Recht zu den wesentlichen Kriterien des Landeswettbewerbes gehören, bestätigt Dieter Wild. Der 53-Jährige ist Geschäftsführer der Kaiserslauterer WSW und Partner GmbH. Das Unternehmen hat sich auf kommunale Strukturplanung und die Erschließung, zum Beispiel von Baugebieten oder Konversionsanlagen, spezialisiert und spendiert der Siegergemeinde eine kostenlose Analyse ihrer naturverträglichen, touristischen Entwicklungsmöglichkeiten. Geschäftsführer Dieter Wild war durch Medienberichte auf das Anliegen der Initiative Grenzland-Reiter aufmerksam geworden, die vor rund vier Jahren angetreten ist, in Rheinland-Pfalz die Grundlagen für einen qualifizierten Reitertourismus zu schaffen. Der Fachmann ist davon überzeigt, dass dem nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt vor allem in ländlichen Gemeinden eine Schlüsselrolle im Tourismusgeschäft der Zukunft zukommen wird. Die Bemühungen der Grenzlandreiter, bislang ohne finanzielle Unterstützung, durch eigene Ideen und privates Engagement, in der Öffentlichkeit auf diese Chance für den Tourismus in Rheinland-Pfalz aufmerksam zu machen, bezeichnet Wild als vorbildlich. Auch Bürgermeister Kirch begrüßt das Engagement der Grenzland-Reiter: „Die wenigsten Pferdefreunde haben eine Vorstellung von den rechtlichen Voraussetzungen, die daran geknüpft sind, sich mit einem Pferd durch die Natur zu bewegen“, zudem sei kaum ein Freizeitreiter dazu in der Lage, fachgerecht zu beurteilen, ob die Tiere, die Touristen landauf-, landab für Wochend-Ausritte angeboten werden, artgerecht gehalten werden oder wirklich gesund sind. Es ist, so Gerhard Kirch, an der Zeit, auch solche unbequemen Themen in der Öffentlichkeit anzusprechen.

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