Reiterferien: Drei Kommunen liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel der „reiterfreundlichsten Gemeinde in Rheinland-Pfalz“

Drei Kommunen aus Rheinland-Pfalz haben sich für den Titel der reiterfreundlichsten Gemeinde im Land qualifiziert. Zwar stand die endgültige Zahl der Teilnehmer bei Redaktionsschluss nicht fest, doch gilt es als sicher, dass Pferdefreunde und Reitertouristen künftig verstärkt die Stadt Wolfstein (bei Kusel), die Gemeinde Rheinbrohl (im Kreis Neuwied) und den Ort Reckenthal (bei Monatbaur) in ihre Urlaubsplanung einbeziehen werden.

Einen Grund dafür, dass sich unter den rund 2.300 politisch selbstständigen Gemeinden im Land nur drei Kommunen für eine Teilnahme an dem Wettbewerb der Initiative qualifiziert haben, führt ein Sprecher der „Grenzland-Reiter“ auf die besonderen Anforderungen zurück, die die Mitglieder an ihre Ausschreibung geknüpft hatten. Dieter Wild ist Fachmann für Strukturanalysen und Stadtplanung. Seine Gesellschaft, die Kaiserslauterer WSW und Partner GmbH, erstellt für die Siegergemeinde eine kostenlose Untersuchung ihrer naturverträglichen, touristischen Entwicklungsmöglichkeiten. Dieter Wild erklärt: „Wir wollten wissen, ob es im Umland der Kommune einen Reiterhof oder Pferdebetrieb gibt, der bei den Bürgern einen besonders guten Ruf genießt und dessen Aktivitäten auf das Interesse einer breiten Gemeindeöffentlichkeit stößt.“ Nach dem aktuellen Stand der Ausschreibung scheint es, als gehörten das Gestüt des Christlichen Jugenddorf Werkes (CJD) in Wolfstein, das Gut „Arienheller“ der Familie von Rennenberg in Rheinbrohl und der Sitz der Deutschen Wanderreiter-Akademie, der Fischerhof bei Reckenthal, zu den Betrieben in Rheinland-Pfalz, deren Engagement und Kundenorientierung ein besonders positives Echo in ihren jeweiligen Gemeinden gefunden haben. Diese Wechselbeziehung bezeichnet Wild als eine wesentliche Grundlage, um das Bewusstsein der ungezählten nicht organisierten Freizeitreiter im Land auf die Anliegen von reiterlichem Tier-, Umwelt- und Naturschutz zu lenken und gleichzeitig eine Basis für qualifizierten Reitertourismus in Rheinland-Pfalz zu schaffen. „Pferde-Betriebe haben einen großen Bedarf an Weidefläche“, sagt der Planungs-Fachmann: „Allein durch seine Ausdehnung trägt ein Reiterhof erheblich zu dem öffentlichen Bild einer Gemeinde bei.“ Aus diesem Grund sei die Betriebsleitung gleichermaßen auf das Wohlwollen und die Unterstützung von Verwaltung und Anliegern angewiesen. Erst wenn dieses Verhältnis ausgeglichen ist, können beide Partner daran gehen, gemeinsam ein umfassendes und attraktives Angebot für Freizeitreiter und Reiturlauber zu schaffen.

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