Geländerreiter-Lehrgang: Profi-Wissen spart Ärger beim Reiten in Wald und Natur
„Wirklich zu Reiten bedeutet mehr, als fehlerfrei über den Parcours zu fliegen oder durch glänzende Haltung in der Dressur zu überzeugen.“ Meine persönliche Bilanz nach drei Tagen Geländerreiter-Training auf dem Rosenhof in Züsch/Hunsrück ist nicht ungewöhnlich, tröstet Rainhild Wenzel. Die international erfolgreiche Orientierungs-Reiterin (TREC), gehört zu den Organisatoren eines Lehrgangs, der interessierte Freizeitreiter auf die Herausforderungen der Berittführer-Prüfung in Rheinland-Pfalz vorbereitet. Weil von Umsicht und Qualifikation der berittenen Fremdenführer, Sicherheit und Leben ganzer Gruppen von Freizeit-Reitern abhängen, schauen die Prüfer des Pferdesportverbandes Rheinland-Pfalz (PSVRP) sehr genau hin bei dem Nachweis, ob ein Kandidat tatsächlich in der Lage ist, in jeder Situation Pferd und Nerven zu beherrschen.
Um die angehenden Berittführer möglichst umfassend auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten stehen neben allerlei praktischen Übungen auch rund 20 Stunden Theorie auf dem Lehrgangs-Plan. Das Spektrum der Themen reicht von Fragen der Gesunderhaltung und Ausrüstung, bis zu den Feinheiten, die es im Wege- und Waldrecht der unterschiedlichen Bundesländer zu beachten gilt. „Über diese Dinge machen sich die wenigsten Freizeitreiter Gedanken“, sagt der ehemalige Breitensportbeauftragte des PSVRP. Manfred Weick: „Wer auf Pirschpfaden reitet, über fremde Wiesen und Äcker galoppiert oder Pferdeäpfel auf dem Bürgersteig hinterlässt, schadet dem Ansehen jedes Pferde-Freundes in der Öffentlichkeit.“ Möglichem „Wildwuchs“ begegnet der PSVRP bei seinen Lehrgängen durch eine umfassende Aufklärung. Allein die Handakte des Geländereiter-Lehrganges füllt rund 20 Zentimeter im Bücherregal. Wer mehr wissen möchte bekommt weitere Informationen bei Manfred Weick (06357/989222) und Rainhild Wenzel (www.Reiten-Rosenhof.de )